Uganda - Lebenshaus - Stiftung

Kooperationspartner Projekthilfe Uganda e.V.

WO KINDER LEBEN LERNEN

Machen Sie sich selbst ein Bild. Klicken Sie sich durch unsere Bildergalerien und Berichte.Erfahren Sie mehr über die Geschichte und den Fortschritt des Lebenshauses, über einzelne Schicksale und die aktuelle Lage vor Ort.

 

Bezüglich unserer Fotos möchten wir noch folgenden Hinweis geben:

Den meisten Familien in der Region Kyato fehlt es an Kleidung, Nahrung und Wasser. Vor allem Kleinkinder verlieren bei Mangelernährung sehr schnell an Gewicht und sind dann besonders anfällig für tödliche Krankheiten wie Durchfall, Lungenentzündung, Masern und Malaria. Manche Kinder die zu uns kommen, sind so geschwächt, dass sie nicht alleine aufrecht sitzen können. Bei einer unzureichenden Ernährung über einen langen Zeitraum, bleiben zudem viele in ihrer insgesamt geistigen und körperlichen Entwicklung zurück, bis hin zu irreparablen Schäden. Wir wollen die Würde unserer Kinder schützen und deshalb das Zeigen von solchen Elendsbildern so gut es geht vermeiden. Auch Bilder von halbverhungerten und weinenden Kindern als Werbung für Spenden und Gelder zu nutzen, entspricht nicht unseren Idealen. Wir bitten dies zu respektieren.

Bilder und Berichte


Infos auch bei der Berichter-stattung der Seelsorgeeinheit Laufenberg-Albruck, die das Lebenshaus tatkräftig unterstützt.

Die Eigenständigkeit wächst und das Netzwerk greift!


 

Der 17 Monate alte Moses ist Epileptiker und wurde von seinem Vater weggesperrt und vernachlässigt. Bevor der Junge verhungerte, wurde er von Anwohnern befreit und eine hilfsbereite Frau nahm sich ihm an. Doch sie wusste nicht, wie mit der Krankheit umzugehen war und konnte dem Jungen nicht helfen. Ein lokaler Mitarbeiter unseres Kooperationspartners Projekthilfe-Uganda erfuhr von dem Jungen und brachte ihn zu uns. So fand Moses den Weg zum Lebenshaus, wo er nicht nur aufgefangen wird, sondern vorübergehendes Zuhause zum Aufleben erfahren darf.

 

In umgekehrter Richtung erfolgte die Hilfe bei dem Mädchen Nalumansi, was zeigt, dass die Kooperation mit dem Projekthilfe Uganda e.V. Früchte trägt.

 

Nalumansi wurde bereits als 14-jähriges Mädchen vergewaltigt und in Folge dessen schwanger. In einem so jungem Alter Mutter zu sein bedeutet keine Chance auf Bildung, da sie mit ihrem Kind auf sich gestellt ist. Das Lebenshaus wurde auf das völlig überforderte Mädchen und ihr Schicksal aufmerksam gemacht. Unsere Mitarbeiter nahmen die junge Mutter mit ihrem Kind auf und kümmerten sich um beide. Vom Lebenshaus darf Nalumansi nun in die Schule in Kyamulibwa, weil die Vorsitzende unseres Kooperationspartners das mit dem speziellen Patenprogramm spontan möglich gemacht hat . Das Kind wird weiterhin am Lebenshaus betreut, wo die junge Mutter es jeder Zeit besuchen kann. Durch diese gelungene Zusammenarbeit konnten Mutter und Kind eine neue Zukunft eröffnet werden.

 

Isaac - Mit gutem Beispiel voran


 

Isaac: Der Vater tot, die Mutter hilflos und die Schwester in der Obhut des großen Bruders, der deshalb nicht zur Schule konnte.  „Die Kinder hatten kaum etwas zu essen, lebten im Dreck und waren ihrem Schicksal überlassen. Günter Hirt suchte das Gespräch mit dem örtlichen Bischof, der diesen Fall als einen von Tausenden bezeichnete. Das war der Anfang. Isaac, der Waisenjunge aus dem Busch, der bei dem heutigen Leiter die Idee für das Projekt auslöste wurde gemeinsam mit seiner Schwester aufgepäppelt. Der Junge konnte auf die Berufsschule in Kyamulibwa gehen und kam vor einiger Zeit in das Lebenshaus – als ausgebildeter Koch. Doch eigentlich interessierte sich Isaac für die Technik. So wurde der Junge von einem deutschen Ingenieur während dessen Aufenthalt in Uganda angelernt. Heute ist Isaac im Lebenshaus für die gesamte Technik zuständig, wartet die Photovoltaikanlage und ist eine wertvolle Stütze. Einen neuen Koch hat er nebenbei auch angelernt. Das ist für uns Entwicklungshilfe.

 

Phillip - Das erste Kind im Lebenshaus


Der von uns getaufte Phillip wurde im August 2013 als etwa zweijähriges Kind mit zusammengebundenen Beinen und in ein paar Lumpen gehüllt vor die Tür des Lebenshauses gelegt. Doch das befand sich zu diesem Zeitpunkt noch im Bau. Eine wochenlange Ausrufung in allen Moscheen und Kirchen der Umgebung blieben erfolglos. Niemand wollte etwas von diesem Jungen wissen. Nach dieser Zeit bestand für eine Weitervermittlung an andere Einrichtungen oder eine Pflegefamilie die berechtigte Sorge, dass er sich wieder abgeschoben fühlen und in seiner Entwicklung noch weiter zurück fallen würde. Was er in seinen ersten Lebensjahren durchgemacht hat, konnten wir durch sein Verhalten nur erahnen. So wurde er offiziell als das erste Waisenkind aufgenommen. Das Lebenshaus ist sein Zuhause und muss es noch eine ganze Zeit bleiben.

Seit Mai 2015 hat Phillip einen persönlichen Paten aus Friedenweiler im Schwarzwald, der für seinen Lebensunterhalt und die künftige Schulgebühren aufkommt. Im Rahmen des Programms zur Elemtarerziehung mit Absolventen der Dualen Hochschule Stuttgart, wurde und wird Phillip besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Dazu gehört die Aufarbeitung seiner Traumata, die bessere Beherrschung seiner Aggressionen und das Einüben von sozialem Verhalten – mit Erfolg!

 

2016 konnte unser Schützling durch einen Schulpaten erfolgreich eingeschult werden.

 

Beni - Unser fester Bewohner


Das obere Bild zeigt unseren Beni, nachdem unser Team den Boden aufgewischt, ihn gewaschen und ihm ein T-Shrt angezogen hat. Zufällig stoßen unsere Leute vor Ort auf einen Verschlag aus Lehm und Brettern, aus dem auffallende Töne zu hören waren. In seinem elenden Quartier vegetierte er seit Jahren im Dunkeln vor sich hin und bekam täglich nur einen Essnapf hineingeschoben. Seine Oma gab ihn gerne in unsere Hände. Erst später stellen wir fest, dass Beni ein Spastiker ist, womit unser Team überfordert war. Wir versuchten ihn in verschiedenen Heimen und Spezialeinrichtungen unterzubringen. Aber wer bezahlt? Eine Familie aus Deutschland sagte uns Hilfe und die Übernahme der hohen Kosten zu. Doch Beni wurde von allen Heimen wieder abgeschoben – zu aufwändig sei die Pflege und eine gesundheitliche Besserung aussichtslos. Was tun? Zurück ins Elend? Zurück in seinen Verschlag, wo man bei uns nicht einmal ein Tier einsperren würde? Nein!

Für die Aufnahme von Behinderten haben wir nicht die fachliche Voraussetzung. Doch mit dem Gutachten einer deutschen Physiotherapeutin vor Ort und der Einstellung von zwei zusätzlichen Betreuerinnen, bekam Beni die Chance bei uns zu bleiben. Er wird das einzige Kind sein, das für immer im Lebenshaus wohnen wird. Er hat ein Zuhause gefunden und wird nach besten Kräften umsorgt. Auch unsere anderen Kinder lernen Beni zu integrieren, was mitten im Busch nicht selbstverständlich ist.

 

Beni ist 17 Jahre alt und kann heute wieder strahlen.

 

Bildergalerie


2018


2017


2016


2015


2014


2012/2013


2011/2012


Berichte


Wir werden unterstützt von Projekthilfe-Uganda e.V., der Seelsorgeeinheit Laufenbrurg-Albbruck, dem Senior Experten Service (SES), der Online-Druckerei WirmachenDruck.de, der Ev. Luth. Kirchengemeinde Emmelsbüll-Neugalmsbüll und dem pastoralem Raum Pforzheim-West.

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