Bilder und Berichte

Uganda - Lebenshaus - Stiftung

Kooperationspartner Projekthilfe Uganda e.V.

WO KINDER LEBEN LERNEN

Bilder und Berichte

Machen Sie sich selbst ein Bild. Klicken Sie sich durch unsere Bildergalerien und Berichte.Erfahren Sie mehr über die Geschichte und den Fortschritt des Lebenshauses, über einzelne Schicksale und die aktuelle Lage vor Ort.

 

Bezüglich unserer Fotos möchten wir noch folgenden Hinweis geben:

Den meisten Familien in der Region Kyato fehlt es an Kleidung, Nahrung und Wasser. Vor allem Kleinkinder verlieren bei Mangelernährung sehr schnell an Gewicht und sind dann besonders anfällig für tödliche Krankheiten wie Durchfall, Lungenentzündung, Masern und Malaria. Manche Kinder die zu uns kommen, sind so geschwächt, dass sie nicht alleine aufrecht sitzen können. Bei einer unzureichenden Ernährung über einen langen Zeitraum, bleiben zudem viele in ihrer insgesamt geistigen und körperlichen Entwicklung zurück, bis hin zu irreparablen Schäden. Wir wollen die Würde unserer Kinder schützen und deshalb das Zeigen von solchen Elendsbildern so gut es geht vermeiden. Auch Bilder von halbverhungerten und weinenden Kindern als Werbung für Spenden und Gelder zu nutzen, entspricht nicht unseren Idealen. Wir bitten dies zu respektieren.

Infos auch bei der Berichter-stattung der Seelsorgeeinheit Laufenberg-Albruck, die das Lebenshaus tatkräftig unterstützt.

2018

2017

2016

2015

2014

2012/2013

2011/2012

Isaac - Mit gutem Beispiel voran

 

Isaac: Der Vater tot, die Mutter hilflos und die Schwester in der Obhut des großen Bruders, der deshalb nicht zur Schule konnte. „Die Kinder hatten kaum etwas zu essen, lebten im Dreck und waren ihrem Schicksal überlassen. Günter Hirt suchte das Gespräch mit dem örtlichen Bischof, der diesen Fall als einen von Tausenden bezeichnete. Das war der Anfang. Isaac, der Waisenjunge aus dem Busch, der bei dem heutigen Leiter die Idee für das Projekt auslöste wurde gemeinsam mit seiner Schwester aufgepäppelt. Der Junge konnte auf die Berufsschule in Kyamulibwa gehen und kam vor einiger Zeit in das Lebenshaus – als ausgebildeter Koch. Doch eigentlich interessierte sich Isaac für die Technik. So wurde der Junge von einem deutschen Ingenieur während dessen Aufenthalt in Uganda angelernt. Heute ist Isaac im Lebenshaus für die gesamte Technik zuständig, wartet die Photovoltaikanlage und ist eine wertvolle Stütze. Einen neuen Koch hat er nebenbei auch angelernt. Das ist für uns Entwicklungshilfe.

 

Phillip - Das erste Kind im Lebenshaus

Beni - Unser fester Bewohner

Der von uns getaufte Phillip wurde im August 2013 als etwa zweijähriges Kind mit zusammengebundenen Beinen und in ein paar Lumpen gehüllt vor die Tür des Lebenshauses gelegt. Doch das befand sich zu diesem Zeitpunkt noch im Bau. Eine wochenlange Ausrufung in allen Moscheen und Kirchen der Umgebung blieben erfolglos. Niemand wollte etwas von diesem Jungen wissen. Nach dieser Zeit bestand für eine Weitervermittlung an andere Einrichtungen oder eine Pflegefamilie die berechtigte Sorge, dass er sich wieder abgeschoben fühlen und in seiner Entwicklung noch weiter zurück fallen würde. Was er in seinen ersten Lebensjahren durchgemacht hat, konnten wir durch sein Verhalten nur erahnen. So wurde er offiziell als das erste Waisenkind aufgenommen. Das Lebenshaus ist sein Zuhause und muss es noch eine ganze Zeit bleiben.

Seit Mai 2015 hat Phillip einen persönlichen Paten aus Friedenweiler im Schwarzwald, der für seinen Lebensunterhalt und die künftige Schulgebühren aufkommt. Im Rahmen des Programms zur Elemtarerziehung mit Absolventen der Dualen Hochschule Stuttgart, wurde und wird Phillip besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Dazu gehört die Aufarbeitung seiner Traumata, die bessere Beherrschung seiner Aggressionen und das Einüben von sozialem Verhalten – mit Erfolg!

2016 konnte unser Schützling durch einen Schulpaten erfolgreich eingeschult werden.

 

Das obere Bild zeigt unseren Beni, nachdem unser Team den Boden aufgewischt, ihn gewaschen und ihm ein T-Shrt angezogen hat. Zufällig stoßen unsere Leute vor Ort auf einen Verschlag aus Lehm und Brettern, aus dem auffallende Töne zu hören waren. In seinem elenden Quartier vegetierte er seit Jahren im Dunkeln vor sich hin und bekam täglich nur einen Essnapf hineingeschoben. Seine Oma gab ihn gerne in unsere Hände. Erst später stellen wir fest, dass Beni ein Spastiker ist, womit unser Team überfordert war. Wir versuchten ihn in verschiedenen Heimen und Spezialeinrichtungen unterzubringen. Aber wer bezahlt? Eine Familie aus Deutschland sagte uns Hilfe und die Übernahme der hohen Kosten zu. Doch Beni wurde von allen Heimen wieder abgeschoben – zu aufwändig sei die Pflege und eine gesundheitliche Besserung aussichtslos. Was tun? Zurück ins Elend? Zurück in seinen Verschlag, wo man bei uns nicht einmal ein Tier einsperren würde? Nein!

Für die Aufnahme von Behinderten haben wir nicht die fachliche Voraussetzung. Doch mit dem Gutachten einer deutschen Physiotherapeutin vor Ort und der Einstellung von zwei zusätzlichen Betreuerinnen, bekam Beni die Chance bei uns zu bleiben. Er wird das einzige Kind sein, das für immer im Lebenshaus wohnen wird. Er hat ein Zuhause gefunden und wird nach besten Kräften umsorgt. Auch unsere anderen Kinder lernen Beni zu integrieren, was mitten im Busch nicht selbstverständlich ist.

 

Beni ist 15 Jahre alt und kann heute wieder strahlen.

 

Rettung dank der Kinderpatenschaft

Im November 2014 brachte eine junge Frau in einer Lehmhütte unter entsprechenden hygienischen Verhältnissen und ohne fachliche Hilfe Zwillingsmädchen zur Welt.

Die Schwangerschaft hatte die mangelernährte Frau so geschwächt, dass sie die Geburt selbst nicht überlebte. Ihr Partner war hilflos und ohne jegliche Mittel. Glücklicherweise kontaktierte die Leiterin einer sozial engagierten Frauengruppe der Pfarrei Kyamulibwa sofort das Lebenshaus. Innerhalb weniger Stunden wurden die Zwillinge von unserer Leiterin zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht. Der Zustand von beiden war so elend, dass sie zuerst einige Tage dort bleiben mussten. Für die Behandlungskosten kam das Lebenshaus (Spendengeldern) auf. Das schwächere Mädchen starb nach knapp vier Wochen. Das zweite Mädchen brauchte zwar regelmäßige Behandlungen im Krankenhaus, entwickelte sich im Lebenshaus aber von Woche zu Woche besser. Wenige Tage vor Weihnachten 2015 konnte das Mädchen Josi dauerhaft ins Lebenshaus gebracht werden. Inzwischen ist das gesunde Mädchen zwei Jahre alt und hat schon sehr viel aufgeholt. Sie wird noch so lange bei uns bleiben, bis sie gesundheitlich so stabilisiert ist, dass sie – mit Rücksprache ihres Vaters - in die Obhut einer Ersatzfamilie gebracht werden kann.

In diesem Fall hat sich die von uns angebotene "Bettenpatenschaft" als typische "Notfallpatenschaft" bewährt, so dass die Mädchen sofort aufgenommen und in angemessener Weise versorgt werden konnten.

 

Wir freuen uns über ein gesundes Leben!

Berichte

Wir werden unterstützt von Projekthilfe-Uganda e.V., der Seelsorgeeinheit Laufenbrurg-Albbruck, dem Senior Experten Service (SES), der Online-Druckerei WirmachenDruck.de, der Ev. Luth. Kirchengemeinde Emmelsbüll-Neugalmsbüll und dem pastoralem Raum Pforzheim-West.

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