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Uganda - Lebenshaus - Stiftung

Kooperationspartner Projekthilfe Uganda e.V.

WO KINDER LEBEN LERNEN

Hilfe mit Blick nach vorne

 

Kinder sind einfach da, funktionieren und parieren, ohne wirklich beachtet zu werden - das ist leider oft der Normalzustand in armen afrikanischen Ländern. Die Konsequenzen sind Dauerschäden und eine eingeschränkte Entwicklung. Hier liegt der Ansatz des Lebenshauses zu einer nachhaltigen Veränderung. Wir wollen dabei kein Waisenhaus im typischen Sinne sein, sondern wollen betroffene Kinder wieder lebenstüchtig machen, körperliche und seelische Erholung bieten und Grundsteine für ein selbstbestimmendes Leben legen. Wir wollen ihnen Zuwendung und Zeit schenken und damit ihren eigenen Persönlichkeiten Raum geben. Kultur hin oder her - Kinder sollen Kinder sein dürfen.

 

Das Leitbild für die pädagogische Arbeit im Lebenshauses lautet:

"Wurzeln zum Wachsen und Flügel zum Fliegen"

 

Unser Ziel

 

Ausgestattet mit richtigen Betten, Sanitäreinrichtungen, Schulungsräumen, Arztzimmer, Küche und Aufenthaltsräumen, beginnt im Lebenshaus für viele Kinder ein neues Leben. Doch wir können und wollen nicht weiter in Bauwerke investieren und das Angebot endlos ausweiten. Damit wäre niemandem wirksam geholfen. Wir wollen kein Fass ohne Boden erschaffen.

Vielmehr ist es unser Ziel durch die Ausstrahlung und Synergieeffekte des Lebenshauses dauerhaft Impulse zu setzten. Die Menschen aus dem Umfeld sollen mit einbezogen werden, um ein tragendes Netzwerk entstehen zu lassen. Und durch eine nachhaltige Landwirtschaft und Tierhaltung, soll eine zukünftige Eigenversorgung entstehen. Hilfe zur Selbsthilfe ist das Stichwort.

 

Bis dahin ist es noch ein langer Weg, weshalb das Lebenshaus weiterhin auf die Mithilfe von anderen Menschen angewiesen ist. Zustiftung ist unser Kapital, das regelmäßig Früchte trägt und durch Spenden können wir auch kurzfristig notwendige Hilfe leisten. Dabei sind vor allem unsere Bettenpatenschaften von besonderer Bedeutung, da durch sie eine verlässliche Notfallhilfe zur Verfügung steht. Mehr Infos dazu unter: Spenden | Stiften | Patenschaft >>>

Unser Wunsch ist es, dass die Einrichtung am Ende ohne fremnde Hilfe funktioniert.

Luftaufnahme vom Projektgelände, dem Lebenshaus und den Nebengebäuden.

 

 

1 Lebenshaus mit ca. 40 Betten, Büro und Gemeinschaftsräumen

2 Schulungsraum/Klassenzimmer, Gesundheitsposten, Labor und Trinkwasserturm

3 Pförtnerhaus und Nachtwache

4 Schattenhäuschen für Ruhe und Spiel

5 Spielplatz (noch nicht auf Luftbild zu sehen) mit Spielgeräten und Spielwiese

6 Werkstatt und Zimmer für Mitarbeiter und Helfer

7 Personalunterkünfte mit Mehrzweckzimmer, Lagerhalle und zukünftiges Lebensmittellager

8 Außen-WC-Anlage mit Waschbecken und Duschen

9 Stallungen für Hühner und Enten

10 Stallungen für Milchziegen und Milchkuh

11 Schweinestall

Standort:

Region Kyato

Kalungu Distrikt

Diozöse Masaka

Stand der Umsetzung

 

 

  • Ausbildung eines Wachmannes mit geschultem Wachhund für mehr Sicherheit für Kinder und Angestellte auf dem Gelände
  • Erschließung der ersten Stufe einer Wasserversorgung für Landwirtschaft und Tierhaltung
  • Inbetriebnahme der neu installierten Tröpfchenbewässung
  • Aufbau einer hauseigenen Hasenzucht
  • Testlauf eines regelmäßigen Arztbesuches zur medizinischen Versorgung der Kinder sowie der Möglichkeit zur Sprechstunde für Menschen aus dem Umfeld

 

 

  • Austattung des Babyzimmers mit neuen Kleinkindbetten
  • Einrichtung eines kindergerechten Aufenthaltsraumes für die Tagesbetreuung
  • Etablierung eines festen Leitbildes für die pädagogische Arbeit im Lebenshauses
  • Neben Ziehmüttern die Einstellung zwei männlicher Betreuer
  • Bau eines Schweinestalls (aus Kostengründen noch keine eigene Schweinezucht)

 

 

  • Montage einer Photovoltaikanlage mit hochwertigen Batterien
  • Gesicherte Trinkwasser und Stromversorgung
  • Training zur Fortbildung der Betreuungs- und Versorgungsteams
  • Start des Partnerprogramms zur Elementarerziehung mit der Dualen Hochschule Stuttgart
  • Fertigstellung des Spielplatzes mit attraktiven Spielgeräten

 

 

  • Realisierung eines Milchziegenprojekts, mit dem zusammen mit einer kleinen Landwirtschaft die zukünftige Eigenversorgung gestartet wurde.
  • Untersuchung und Analyse der Bodeneigenschaften (Universität Augsburg), für eine gezielt nachhaltige Bodenbewirtschaftung ohne Kunstdünger und Pestiziden.
  • Anschaffug eines kleinen Allradtraktors und Geräte für eine erleichterte Bodenbearbeitung (Kultivator, Bodenfräse und Transportmulde) und einer Verbesserung der Ernten. Empfehlung der Geräteauswahl von einem Agraringenieur mit 30 Jahre langer Einsatzerfahrung in Afrika.
  • Einrichtung einer kleinen Werkstatt, um Reparaturen und Instandsetzungsarbeiten an den Gebäuden, Einrichtungen und an den örtlichen Maschinen ausführen zu können.
  • Kauf eines holzbefeuerten Backofens nach neuesten wirtschaftlichen Erkenntnissen zum Einsparen von Ressourcen. Durch wöchentlichen Verkauf von Brot- und Teigwaren soll neben der Eigenversorgung ein Teil der Kosten gedeckt werden.
  • Baubeginn von Gebäude 2 und 7 und einem Batteriehaus für die Solaranlage
  • Erschließung eines Tiefbrunnens für kostbares Trinkwasser. Einrichtung einer speziellen Filteranlage, die absolute Qualität garantiert und in regelmäßigen Abständen gewartet wird.

 

 

  • Baubeginn des Lebenshauses (Gebäude 1 und 6) in Kyato, mitten unter den Ärmsten
  • Schulung Ersatzmütter
  • Am 15. August offizielle Eröffnung des Lebenshauses mit Aufnahme der ersten Waisen für einen neuen Lebensstart.
  • Ausstattung der Mitarbeiterunterkünfte mit guten Betten und Matratzen für gesunden Schlaf und zur Signailisierung ihrer Wertschätzung.
  • Bereitstellung eines eigenen Fahrzeugs inklusive Fahrer, um Einkäufe und Krankentransporte realisieren zu können.

 

 

  • Einrichtung einer Kinderstation im Krankenhaus Kyamulibwa mit zwei Räumen samt Sanitärtrakt für eine gesicherte medizinische Versorgung.
  • 10 Hektar nutzbares Land für das Projekt Lebenshaus, das die einheimische Kingregation Bannabikira-Daughters of Maria auf unbegrenzte Zeit zur Verfügung stellt.

 

 

 

 

Bisherige Erfolge

 

  • Eine Rundumbetruung aller Kinder - auch in den Schulferien (siehe Herausforderungen)
  • Hausbesuche bei den Ärmsten in ihren Hütten
  • Einführung unseres Teams und interressierten Kleinbauern der Umgebung in einen nachhaltigen Anbau und höhere Ernteerträge durch die Vermittlung des Distrikt-Governors.
  • Inzwischen werden Süßkartoffeln, Kochbananen, Bohnen, Kohl, Passionsfrüchte, Mais und Avocados auf dem Gelände rund um das Lebenshaus angebaut.
  • Selbstständige Umsetzung einer Schweinehaltung (Gebäude 11) durch die einheimischen Mitarbeiter des Lebenshauses.
  • Start eines pädagogischen Tagesprogramms in Zusammenarbeit mit Absolventen der Dualen Hochschule Stuttgart
  • Zusätzliche Milch durch eine vom Gesundheitsministerium in Uganda (!) bereitgestellte Kuh, als erstes Zeichen der Mitarbeit seitens der örtlichen Regierung.
  • Ausreichende Stromversorgung für die gesamte Anlage
  • Schafung einer Trinkwasserkooperative, damit auch die armen Hütten im Umfeld in den Genuss unseres wertvollen gesunden Wassers kommen. Rund 100 Familien kommen zweimal pro Woche um sauberes Trinkwasser abzufüllen.
  • Die Ziegenhaltung entwickelt sich nach ersten Rückschlägen positiv. Die Stallungen wurden verbessert und neue Tiere gekauft. Jetzt reicht die Milch für unsere Kinder.
  • Inzwischen sorgen zwei Köche für die Mahlzeiten der Kinder und Mitarbeiter.
  • Schulung von 30 Frauen, die Kindern nach ihrem Lebenshausaufenthalt Fürsorge und Liebe schenken

Alle Spendengelder und engagierten Menschen, vor allem aber die unerschöpfliche Arbeit unseres Projektleiters „Father Hirt“ haben das alles möglich gemacht!

Vielen Dank dafür!

Nächsten Schritte

 

  • Einrichtung eines regelmäßigen Arztbesuches am Lebenshaus, für die medizinische Versorgung der Kinder und Personen aus dem Umfeld in Form einer Sprechstunde und Erstversorgung.
  • Weiter Frauen ausbilden, die bereit sind verwaiste Kinder bei sich aufzunehmen
  • So anzubauen, dass möglichst das ganze Jahr über die Selbstversorgung gesichert ist
  • Testbetrieb einer Tröpfchenbewässerung als erster Schritt für kleine Gärten
  • Fertigstellung des Labors für eigene Trinkwasseruntersuchungen
  • Weitere Schulung im Elementarbereich und kleine Alphabetisierungsversuche für bisher "Verlorene", die nie eine Chance zu Schulbesuchen hatten
  • Sobald ausreichend Milch in Eigenversorgung produziert werden kann, wird die Produktion von hausgemachtem Quark, Frischkäse und Butter realisiert und somit der Speiseplan ausgewogener und vielseitiger
  • Angebot von Nähkursen und Lehrgängen zur Verbesserung der Ernteerträge mit verschiedenen Kooperationspartnern

 

Herausforderungen und Probleme

 

Trockenzeit bringt Dürre:

Leider kämpfen wir wiederholt mit extremen Dürreperioden, die unsere Ernteerträge sehr stark reduzieren. Da beispielsweise unsere erhoffte große Maisernte leider der Trockenheit zum Opfer fiel, müssen solche fehlenden Lebensmittel nun teuer gekauft werden.

 

Zu lange Schulferien:

Vier monate Schulferien sind in Uganda üblich - stellen uns und die Kinder aber vor ganz besondere Probleme. Laut Anweisung der Regierung müssen Schulkinder in den Ferien zu ihren "Familien", die es in unseren Fällen ja gar nicht gibt. Also werden sie jemandem aufgezwungen, vernachlässigt, ausgenutzt oder weit Schlimmeres. In dieser Zeit fallen unsere Kinder extrem zurück und viel Aufbauarbeit geht verloren. Zusammen mit der Schulleitung konnten wir erreichen, dass "speziell gefährdete" Kinder Ersatzfamilien aus dem entsprechenem Clan gewinnen. Außerdem bieten wir in den Ferien zur Entlastung von Defiziten wochenweise Kurse, Trinkwasser und abwechslungsreiche Verpflegung aus unserer Küche an.

"Wir wollen den Menschen dort Mut machen, ihr Leben selbst zu gestalten und nicht den Eindruck erwecken, alles bestimmen und besser wissen zu wollen."

Wir werden unterstützt von Projekthilfe-Uganda e.V., der Seelsorgeeinheit Laufenbrurg-Albbruck, dem Senior Experten Service (SES), der Online-Druckerei WirmachenDruck.de, der Ev. Luth. Kirchengemeinde Emmelsbüll-Neugalmsbüll und dem pastoralem Raum Pforzheim-West.

Uganda-Lebenshaus-Stiftung in Kooperation mit Projekthilfe Uganda e.V. Bruchsal | WO KINDER LEBEN LERNEN