Kurzbeschreibung unseres Projekts

 

Das Lebenshaus in der abseits gelegenen Region Kyato (Kalungu Distrikt, Uganda) ist Zufluchtsstätte für Halbweisen- und Weisenkinder, die ohne diese Initiative nur eine geringe Lebenschance hätten. Dazu kommen noch weit mehr Kinder und ihre Familien im gesamten Umfeld, die hier Lebenshilfe und eine Stütze in ihrem Alltagskampf ums Überleben erfahren.  Fehlende Unterkünfte, Mangelernährung, schlechtes Wasser und sterbende Eltern versperren den Kindern eine menschenwürdige Zukunft. Mit vereinten Kräften wollen wir mit ihnen einen neuen Aufbruch wagen. Im Lebenshaus direkt bei den Ärmsten, werden deshalb Kinder dieser Region aufgenommen und nach ihren ersten Lebensjahren der ugandische Bildungsweg ermöglicht. Das Lebenshaus bleibt Zufluchtsort und Kontaktstelle während der Schulzeit und vor allem in den langen Schulferien. Neben Auffangstation und Zuhause fungiert das Lebenshaus außerdem als Anlaufstelle für alle ratsuchenden, schwachen und kranken Menschen aus der Umgebung - hier wird niemandem der Zutritt verweigert.

 

„Kindern zu helfen, dass sie Leben lernen, ein Zuhause finden, zur Schule gehen können und eine Perspektive bekommen.“

 

Hilfe von Mensch zu Mensch - Darum geht es bei der Förderunterstützung Uganda Lebenshaus.

Standort in Uganda

 

Das Lebenshaus mitten im Busch von Uganda besitzt keine direkte Anschrift. Es liegt in der Region Kyato im Kalungu-Distrikt nahe der Stadt Masaka westlich des Viktoriasees.

Aktuelles vom Lebenshaus

Der ULP ernennt 3 Ehrenmitglieder

Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung des ULP im Mai 2022 wurden Monika Beck, Norbert Wolff und Pfarrer Günter Hirt einstimmig zu Ehrenmitgliedern des Uganda-Lebenshaus-Projekthilfe e.V. ernannt. In Anerkennung und Würdigung ihrer langjährigen außergewöhnlichen Verdienste für das Lebenshaus in Uganda.

Alle drei sind bereits lange vor der Gründung des Lebenshauses in Uganda 2012 in das Vorhaben involviert und seit dem für das Lebenshaus und den Verein tätig. Monika Beck hat bereits bei Projekthilfe Uganda die Buchhaltung für das Lebenshaus gemacht und ist nun auch im neuen Verein für die Kassenführung zuständig. Norbert Wolff hat den Gebäudebau in Uganda entworfen und eine Stromversorgung durch eine Solaranlage realisiert. Pfarrer Günter Hirt hat sich das Lebenshaus zur Lebensaufgabe gemacht und Gründer des Projektes und des Stiftungsfonds.

 

Landwirtschaft 

Die typische Ernährung in Uganda ist durch eine relativ geringe Ernährungsvielfalt und wenig mikronährstoffreiche Nahrungsmittel gekennzeichnet. Die Ernährung besteht hauptsächlich aus Wurzeln, Knollen und Bananen, jedoch kaum aus anderem Obst und Gemüse und tierischen Produkten. Der Konsum von Obst und Gemüse ist gering, was darauf hindeutet, dass mehr getan werden sollte, um das Bewusstsein um die Bedeutung des Verzehrs von Obst und Gemüse zu schärfen. Schlechte Wasser-, Sanitär- und Hygienebedingungen beeinträchtigen den Ernährungszustand von Kindern zusätzlich.

Das Lebenshaus verfügt über eine selbstständige Landwirtschaft mit Tierhaltung. Durch sie wird eine abwechslungsreiche und gesunde Ernährung für die Kinder gewährleistet. Doch die Landwirtschaft hat wiederholt mit Ernteausfällen zu kämpfen, die durch Dürren, Diebstahl und Tierschäden versuchsacht werden.

 

Der neue Rundbrief ist da!

83 Wochen ohne Unterricht. Damit ist Uganda Spitzenreiter. In keinem anderen Land der Welt waren die Schulen so lange geschlossen –  das hat Folgen. Viele junge Mädchen sind schwanger geworden oder haben früh geheiratet. Auch Sr. Maria, die Leiterin vom Lebenshaus hat schon früh eine Corona-bedingte Babywelle vorausgesagt. Die Auswirkungen hat das Lebenshaus nun in den letzten Monaten zu spüren bekommen. Aktuell werden so viele Kleinkinder betreut wie noch nie. In den meisten Fällen hat die junge Mutter die Geburt nicht überlebt. Das Team vor Ort kommt dabei immer wieder an sein Limit und leistet einfach unglaubliche Arbeit. Zahlreiche Leben wurden gerettet. Dabei zeigt sich immer wieder, wie wichtig das Patenmodell der nicht personenbezogenen Kinderpatenschaft ist – unsere wichtigste Finanzierungshilfe. Nur so können wir diese aufwendige und spontane Erstversorgung vor Ort leisten. >>> zum Rundbrief

Pilotprojekt "Life Pads for you!" gestartet

Die Folgen der Schulschließungen haben zu der Idee des Nähprojektes "Life Pads for you!" geführt. Viele junge Mädchen können auf Grund von Schwangerschaft nicht zurück an die wieder geöffneten Schulen. Deshalb werden am Lebenshaus aktuell 16 Teenager-Mütter betreut, die wegen der Schwangerschaft die Schule abbrechen mussten. Am Lebenshaus sollen die jungen Frauen nähen lernen und können dann bei uns kleine Nähaufträge erledigen und zumindest ein kleines Einkommen generieren. Zusammen mit den 16 jungen Müttern werden nun waschbare Menstruationsbinden genäht. Entstehen soll ein Binden-Pack, der dann z.B. an Schülerinnen ausgegeben oder verkauft werden kann. Die Aktion findet viel Anklang vor Ort, das Interesse und der Bedarf an solchen Binden ist hoch. Unterstützt wird das Pilotprojekt vom Weltladen in Plön - Vielen Dank dafür!

 

Dramatische Folgen der Schulschließung

Die Schulen in Uganda sind seit Jahresbeginn weider geöffnet. Es war eine der längsten Schulschließungen weltweit, mit entsprechenden Folgen. Die ugandischen Schulbehörden gehen davon aus, dass 30% der Schüler zur Schulöffnung nicht mehr zurückkehren werden. Einige haben eine Arbeit aufgenommen, viele junge Mädchen sind schwanger geworden oder haben früh geheiratet. Auch unsere Leiterin vom Lebenshaus hat eine Corona-bedingte Babywelle vorausgesagt. Die Dramatik dabei lässt sich an einem Beispiel im Februar darstellen. Ein gerade einmal 14-jähriges Mädchen ist kurz vor der Entbindung und hat wahnsinnige Schmerzen. Das nächste Krankenhaus ist 60 km weit entfernt. Ein Team vom Lebenshaus leistet Hilfe und einen Krankentransport. Im Krankenhaus wird bei dem Mädchen sofort ein Notkaiserschnitt durchgeführt. Mutter und Tochter sind wohl auf!

 

Die Struktur hinter dem Lebenshaus

Hinter dem Lebenshaus steht neben dem Verein Uganda-Lebenshaus-Projekthilfe e.V. und dem Uganda-Lebenshaus-Stiftungsfond promissio auf deutscher Seite, die Kongregation der Bannabikira-Daughters of Mary aus Uganda. Der Zweck ist die Förderung des Uganda-Lebenshauses St. Francis in Kyato, Kalungu-Distrikt bei Masaka (Uganda, Ostafrika) und die Entwicklungszusammenarbeit wird verwirklicht durch die Gewinnung von Sponsoren und Zuschüssen, Spenden- und Patenschaftsgeldern, Arbeitseinsätzen von ehrenamtlichen Fachkräften und kompetenten Helferinnen und Helfern. Am Lebenshaus in Uganda stellt der Verein Gebäude für Wohnraum, Sanitäreinrichtungen, Schulungsräumen, ärztlicher Betreuung und medizinischer Versorgung, sowie Außenspielflächen bereit. Zur Nachhaltigkeit wird eine Landwirtschaftsfläche von rund 8 Hektar zur Bewirtschaftung dauerhaft ermöglicht, die Grundlage für zukünftige Eigenversorgung bieten soll. Die Leitung vor Ort übernimmt ein Fachteam der Kongregation “Daughters of Mary”. 

 

Die ugandische Regierung prüft und zertifiziert das Lebenshaus, welches als NGO (Non Governmental Organisation) mit Medical Center registriert ist. Die regelkonformen Tätigkeiten als soziale Einrichtung werden behördlich kontrolliert.


Das Lebenshaus wirkt bis in sein Umfeld hinaus, wodurch auch andere Menschen davon profitieren. Das Lebenshaus ist Kontaktstelle für Schulen und Krankenhaus und schließt bei verschiedenen Projekten wie z.B. die Trinkwasserversorgung die Mitmenschen aus der Umgebung mit ein.


Das Lebenshaus in Uganda wird fast komplett von deutscher Seite aus durch Spenden finanziert und durch Helfer gefördert. Mitten bei den Ärmsten dient es als Auffangstation für Halbwaisen und Waisen. Durch eine Kongregation im Hintergrund ist die Gefahr der Spendenveruntreuung vor Ort unterbunden. Zinserträge unserer >>Stiftung (promissio) und Miteinnahmen der >>Revival Future Homes sollen in Zukunft ein Stück weit finanzielle Unabhängigkeit für das Lebenshaus garantieren.


Die Kongregation Bannabikira Daughters of Mary stellt die Verwaltung hinter dem Lebenshaus dar und stellt dem Lebenshaus zudem kostenfrei Land und Ordensschwestern zur Verfügung. Juristisch unterliegt das Lebenshaus dem Orden.


Der German und Ugandan Board stimmen sich auf Augenhöhe über die Entwicklung ab.


Der Verein Uganda-Lebenshaus-Projekthilfe e.V. verfolgt das Ziel der Förderung des Lebenshauses in Uganda in Form von Spenden und Helfern.