Kurzbeschreibung unseres Projekts

 

Das Lebenshaus in der abseits gelegenen Region Kyato (Kalungu Distrikt, Uganda) ist Zufluchtsstätte für Halbweisen- und Weisenkinder, die ohne diese Initiative nur eine geringe Lebenschance hätten. Dazu kommen noch weit mehr Kinder und ihre Familien im gesamten Umfeld, die hier Lebenshilfe und eine Stütze in ihrem Alltagskampf ums Überleben erfahren.  Fehlende Unterkünfte, Mangelernährung, schlechtes Wasser und sterbende Eltern versperren den Kindern eine menschenwürdige Zukunft. Mit vereinten Kräften wollen wir mit ihnen einen neuen Aufbruch wagen. Im Lebenshaus direkt bei den Ärmsten, werden deshalb Kinder dieser Region aufgenommen und nach ihren ersten Lebensjahren der ugandische Bildungsweg ermöglicht. Das Lebenshaus bleibt Zufluchtsort und Kontaktstelle während der Schulzeit und vor allem in den langen Schulferien. Neben Auffangstation und Zuhause fungiert das Lebenshaus außerdem als Anlaufstelle für alle ratsuchenden, schwachen und kranken Menschen aus der Umgebung - hier wird niemandem der Zutritt verweigert.

 

„Kindern zu helfen, dass sie Leben lernen, ein Zuhause finden, zur Schule gehen können und eine Perspektive bekommen.“

 

Hilfe von Mensch zu Mensch - Darum geht es bei der Förderunterstützung Uganda Lebenshaus.

Standort in Uganda

 

Das Lebenshaus mitten im Busch von Uganda besitzt keine direkte Anschrift. Es liegt in der Region Kyato im Kalungu-Distrikt nahe der Stadt Masaka westlich des Viktoriasees.

Aktuelles vom Lebenshaus

Der neue Rundbrief ist da!

Wie fast überall auf der Welt, hat auch das Lebenshaus aktuell sehr stark mit einer hohen Preissteigerung von Waren und Dienstleistungen zu kämpfen. Die Benzinpreise haben sich beispielsweise mehr als verdoppelt. Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine spielt dabei eine Rolle, Hauptgrund ist aber die diesjährige Präsidentschaftswahl im Nachbarland Kenia. Es ist das wichtigste Transitland für Ugandas Im- und Exporte. Über den Hafen Mombasa bezieht Uganda seit über einem Jahrhundert seine Ölproduktimporte. Doch als Reaktion auf die umstrittenen Wahlen wird die Eisenbahnlinie aus Mombasa Richtung Uganda blockiert. Alle fünf Jahre gibt es Wahlen in Kenia und jedes Mal bereitet sich Uganda nur halbherzig auf Probleme vor, wie die Lagerung von ein paar Millionen Litern Benzin mehr. Aber dieses Jahr fällt Kenias Wahl mitten in den Krieg in der Ukraine, und da reicht so was nicht mehr.

hier gehts zum Rundbrief >>>

 

Kinderpatenschaften bieten entscheidende Hilfe

Wieder wird die Polizei in Kalungu gerufen, weil ein ausgesetztes Kind gefunden wurde. Der Gesundheitszustand des Kindes ist kritisch. Stark unternährt und unterkühlt. Es wird um-gehend an das Lebenshaus gebracht, wo es Dank unseren Kinderpatenschaften sofort behandelt werden kann. An unserem Gesundheitsposten wird das Kind erstversorgt und gefüttert. Anschließend wird es ins Krankenhaus gebracht. Das Baby wird auf 7 Monate geschätzt. Nachdem sein Gesundheitszustand stabil ist, wird es im Lebenshaus aufgenommen – seinem neuen Zuhause. Der Junge bekommt den Namen Benjamin. Diese Geschichte ereignete sich bereits 2020. Heute ist das Kind 2 Jahre alt, ist gewachsen, hat sich gut entwickelt und sich den anderen Kindern im Lebenshaus angeschlossen. 

Besuch aus dem Uganda Lebenshaus

Im September 2022 war Besuch vom Uganda Lebenshaus in Deutschland. Sr. Maria als Leiterin des Lebenshauses, zusammen mit Schwester Noelina, der Generaloberin des Ordens der Bannabikira Daugthers of Mary. Mit dabei hatten sie die 17-jährige Ritha. Sie ist das älteste durch das Lebenshaus gerettete Mädchen. Sie hat als Kind schwerste Misshandlungen durch ihren leiblichen Vater ertragen müssen und hat im Lebenshaus Aufbauhilfe und ein zu Hause gefunden. Da Ritha noch nicht volljährig ist, konnte ihre Mitreise nur durch eine gerichtliche Anordnung ermöglicht werden. Das Urteil war nicht nur positiv, sondern gerade zu bewegend. Für die Reise wurde dem Lebensaus das Sorgerecht zugestimmt, damit Ritha an dieser Erfahrung wachsen kann und sie durch die ihr entgegengebrachte Wertschätzung als eine wahrgenommene Persönlichkeit weiter reifen kann. Das Urteil endete mit den Worten: „Dies ist eine einmalige Gelegenheit für ein Kind ihrer Herkunft und ihrer traumatischen Geschichte.“

 

Dramatische Folgen der Schulschließung

Nachdem die Schulen in Uganda während der Pandemie fast 2 Jahre geschlossen warn, sind sie seit Jahresbeginn wieder geöffnet. Das Team vom Lebenshaus kümmert sich vor jedem Schulterm darum, dass alle Kinder ihre nötigen Schulsachen haben und ausgerüstet sind. Alle Schüler werden zur Schule gebracht und zu Ferienbeginn wieder abgeholt und zu ihren (Ersatz)Familien gebracht. Ebenfalls gehören regelmäßige Schulbesuche unserer Betreuer zum Schulalltag dazu. 2-3 mal pro Term fährt unser Team und besucht unsere Schüler. Aktuell befinden wir uns im Tem II (9. Mai - 12. August). Im Lebenshaus wird bereits vorgekocht und dann werden die Schulkinder beim Besuch mit einem großen Picknick überrascht. Neben Essen bringen die Betreuer auch Spielsachen und Süßigkeiten mit. Die Besuche dienen dazu, um sicher zu gehen, dass sich alle Kinder wohl fühlen und keine Probleme haben bzw. sie sich bei Problemen an das vertraute Team zu wenden können.

 

Der ULP ernennt 3 Ehrenmitglieder

Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung des ULP im Mai 2022 wurden Monika Beck, Norbert Wolff und Pfarrer Günter Hirt einstimmig zu Ehrenmitgliedern des Uganda-Lebenshaus-Projekthilfe e.V. ernannt. In Anerkennung und Würdigung ihrer langjährigen außergewöhnlichen Verdienste für das Lebenshaus in Uganda.

Alle drei sind bereits lange vor der Gründung des Lebenshauses in Uganda 2012 in das Vorhaben involviert und seit dem für das Lebenshaus und den Verein tätig. Monika Beck hat bereits bei Projekthilfe Uganda die Buchhaltung für das Lebenshaus gemacht und ist nun auch im neuen Verein für die Kassenführung zuständig. Norbert Wolff hat den Gebäudebau in Uganda entworfen und eine Stromversorgung durch eine Solaranlage realisiert. Pfarrer Günter Hirt hat sich das Lebenshaus zur Lebensaufgabe gemacht und Gründer des Projektes und des Stiftungsfonds.

 

Die Struktur hinter dem Lebenshaus

Hinter dem Lebenshaus steht neben dem Verein Uganda-Lebenshaus-Projekthilfe e.V. und dem Uganda-Lebenshaus-Stiftungsfond promissio auf deutscher Seite, die Kongregation der Bannabikira-Daughters of Mary aus Uganda. Der Zweck ist die Förderung des Uganda-Lebenshauses St. Francis in Kyato, Kalungu-Distrikt bei Masaka (Uganda, Ostafrika) und die Entwicklungszusammenarbeit wird verwirklicht durch die Gewinnung von Sponsoren und Zuschüssen, Spenden- und Patenschaftsgeldern, Arbeitseinsätzen von ehrenamtlichen Fachkräften und kompetenten Helferinnen und Helfern. Am Lebenshaus in Uganda stellt der Verein Gebäude für Wohnraum, Sanitäreinrichtungen, Schulungsräumen, ärztlicher Betreuung und medizinischer Versorgung, sowie Außenspielflächen bereit. Zur Nachhaltigkeit wird eine Landwirtschaftsfläche von rund 8 Hektar zur Bewirtschaftung dauerhaft ermöglicht, die Grundlage für zukünftige Eigenversorgung bieten soll. Die Leitung vor Ort übernimmt ein Fachteam der Kongregation “Daughters of Mary”. 

 

Die ugandische Regierung prüft und zertifiziert das Lebenshaus, welches als NGO (Non Governmental Organisation) mit Medical Center registriert ist. Die regelkonformen Tätigkeiten als soziale Einrichtung werden behördlich kontrolliert.


Das Lebenshaus wirkt bis in sein Umfeld hinaus, wodurch auch andere Menschen davon profitieren. Das Lebenshaus ist Kontaktstelle für Schulen und Krankenhaus und schließt bei verschiedenen Projekten wie z.B. die Trinkwasserversorgung die Mitmenschen aus der Umgebung mit ein.


Das Lebenshaus in Uganda wird fast komplett von deutscher Seite aus durch Spenden finanziert und durch Helfer gefördert. Mitten bei den Ärmsten dient es als Auffangstation für Halbwaisen und Waisen. Durch eine Kongregation im Hintergrund ist die Gefahr der Spendenveruntreuung vor Ort unterbunden. Zinserträge unserer >>Stiftung (promissio) und Miteinnahmen der >>Revival Future Homes sollen in Zukunft ein Stück weit finanzielle Unabhängigkeit für das Lebenshaus garantieren.


Die Kongregation Bannabikira Daughters of Mary stellt die Verwaltung hinter dem Lebenshaus dar und stellt dem Lebenshaus zudem kostenfrei Land und Ordensschwestern zur Verfügung. Juristisch unterliegt das Lebenshaus dem Orden.


Der German und Ugandan Board stimmen sich auf Augenhöhe über die Entwicklung ab.


Der Verein Uganda-Lebenshaus-Projekthilfe e.V. verfolgt das Ziel der Förderung des Lebenshauses in Uganda in Form von Spenden und Helfern.