Kurzbeschreibung unseres Projekts

 

Das Lebenshaus in der abseits gelegenen Region Kyato (Kalungu Distrikt, Uganda) ist Zufluchtsstätte für Halbweisen- und Weisenkinder, die ohne diese Initiative nur eine geringe Lebenschance hätten. Dazu kommen noch weit mehr Kinder und ihre Familien im gesamten Umfeld, die hier Lebenshilfe und eine Stütze in ihrem Alltagskampf ums Überleben erfahren.  Fehlende Unterkünfte, Mangelernährung, schlechtes Wasser und sterbende Eltern versperren den Kindern eine menschenwürdige Zukunft. Mit vereinten Kräften wollen wir mit ihnen einen neuen Aufbruch wagen. Im Lebenshaus direkt bei den Ärmsten, werden deshalb Kinder dieser Region aufgenommen und nach ihren ersten Lebensjahren der ugandische Bildungsweg ermöglicht. Das Lebenshaus bleibt Zufluchtsort und Kontaktstelle während der Schulzeit und vor allem in den langen Schulferien. Neben Auffangstation und Zuhause fungiert das Lebenshaus außerdem als Anlaufstelle für alle ratsuchenden, schwachen und kranken Menschen aus der Umgebung - hier wird niemandem der Zutritt verweigert.

 

„Kindern zu helfen, dass sie Leben lernen, ein Zuhause finden, zur Schule gehen können und eine Perspektive bekommen.“

 

Hilfe von Mensch zu Mensch - Darum geht es bei der Förderunterstützung Uganda Lebenshaus.

Standort in Uganda

 

Das Lebenshaus mitten im Busch von Uganda besitzt keine direkte Anschrift. Es liegt in der Region Kyato im Kalungu-Distrikt nahe der Stadt Masaka westlich des Viktoriasees.

Aktuelles vom Lebenshaus

Der neue Rundbrief ist da!

Aktuell bewegen sich so viele Kräfte wie noch nie, um dem 3-jährigen Ali zu helfen. Ali hat als Säugling bereits zwei Hydrozephalus-Operationen (Wasserkopf) in Uganda hinter sich gebracht. Seine Entwicklung ist verzögert und er spricht nicht. Ursächlich ist ein beidseitiger vollständiger Hörverlust. Dieser könnte durch die Implantation einer Gehörprothese (genannt Cochlea-Implantat) behoben werden. Nach Rücksprache mit Prof. Dr. med Cem Bulut, einem HNO-Arzt in den SLK-Kliniken in Heilbronn, wurde im August zuerst ein MRT in Kampala durchgeführt, um zu sehen, ob die Hörnerven intakt sind – die Voraussetzung für das Implantat. Ergebnis: Eine Operation ist möglich!


Das und vieles im neuen Rundbrief nachzulesen >>hier

 

November 2021 - Das Lebenshaus wird zum Impfzentrum

Für das Personal (und Partner) am Lebenshaus konnten wir einen Arzt beauftragen, der für die Impfungen ans Lebenshaus gekommen ist. Alle Mitarbeiter waren bereits im Spätsommer zweifach geimpft. Der Versuch an Impfstoff zu kommen, um noch weitere Menschen im Umfeld impfen zu können, schlug fehl – das Vakzin muss in staatlicher Hand bleiben.

Doch auf Initiative unseres Boardmitgliedes Mr. Musa, Leiter des Krankenhauses in Kalungu, wurde das Lebenshaus im November zum Impfzentrum. Hier wird nicht nur gegen Corona geimpft, sondern auch alle Standardimpfungen können sich Menschen aus der ländlichen Umgebung kostenfrei verabreichen lassen. Das neue Impfzentrum ist aber nicht durchgehend geöffnet. In einem ein- bis zweiwöchentlichen Rythmus kommt je nach Bedarf ein Ärzteteam vom Krankenhaus mit Impfstoff an das Lebenshaus, um die Menschen zu impfen

Oktober 2021 - Homeschooling-Programm startet am Lebenshaus

Ugandas Schulen sind geschlossen – und das seit Pandemiebeginn nahezu durchgehend. Darunter leiden die unbezahlten Lehrer und vor allem die Schüler. Sie müssen zu Hause bleiben, fallen zurück, müssen arbeiten oder weit Schlimmeres. Wenn die Kinder nicht in der Schule untergebracht sind, bedeutet das eine große Herausforderung für die (Ersatz-)Familien. Auch für die Kinder in Kyato sind es schwere Zeiten, die unter den Folgen leiden.

Immer wieder hat das Lebenshaus versucht Ersatzunterricht für die Schulkinder zu organisieren. Doch alle Unternehmungen blieben erfolglos. Im Oktober kam dann endlich die erlösende Nachricht, dass die Schulen Lernmaterial für Homeschooling aufbereiten. Diese werden in einem Abstand von 2 Wochen bereitgestellt. Das Lebenshaus bringt das Material an alle Schulkinder und wieder zur Schule.

 

September 2021 - Brennet GmbH finanziert 2. Wohnblock der Revival Future Homes

Für das Geamtprojekt der Revival Future Homes (>>wir berichteten) sind 3 Wohnblöcke geplant. Die Finanzierung eines solchen Großprojektes ist eine große Herausforderung, da wirtschaftende Maßnahmen oft nicht förderfähig sind. Mit einem Crowdfunding konnte der erste Wohnblock finanziert werden, der als Pilotprojekt für weitere Förderungen dienen soll. Noch während der Bauphase dann die unglaubliche Nachricht, dass die Brennet GmbH mit Sitz in Wehr-Brennet die Kosten für den zweiten Wohnblock übernimmt. Damit leistet die Brennet GmbH eine wahnsinnige Förderunterstützung, die das Projekt Future Homes Realität werden lässt. Wir sagen von ganzem Herzen DANKE!  Der Spatenstich für das 2. Gebäude ist im September gestartet. 

August 2021 - Mutter-Kind-Programm läuft weiter - Dank Kindermissionswerk!

Seit 2018 wird das Mutter-Kind-Programm vom Kindermissionswerk finanziert. Der Förderposten war zunächst auf 3 Jahre befristet, nun wurde die Verlängerung für das Jahr 2021 bestätigt. Vielen Dank dafür!

Da wir nicht als dauerhaftes Waisenhaus fungieren können, müssen aufgenommene Kinder später wieder in ihre Familien eingegliedert werden. Doch um die Kinder nicht zurück in das Elend zu schicken, sollen betroffene Familien oder Clanmitglieder Unterstützung durch Nahrungsmitteln und gesundheitlicher Versorgung bekommen. Diese Hilfe soll unter anderem durch den Förderposten Mutter-Kind bereitgestellt werden. Durch medizinischen Beistand von Schwangeren Frauen und eine Notfall-Versorgung bei Geburten in der Umgebung, hoffen wir die Sterberate von Müttern im strukturschwachen Raum zu reduzieren, und damit ein Stück weit Ursachenbekämpfung leisten zu können.

 

Die Struktur hinter dem Lebenshaus

Hinter dem Lebenshaus steht neben dem Verein Uganda-Lebenshaus-Projekthilfe e.V. und dem Uganda-Lebenshaus-Stiftungsfond promissio auf deutscher Seite, die Kongregation der Bannabikira-Daughters of Mary aus Uganda. Der Zweck ist die Förderung des Uganda-Lebenshauses St. Francis in Kyato, Kalungu-Distrikt bei Masaka (Uganda, Ostafrika) und die Entwicklungszusammenarbeit wird verwirklicht durch die Gewinnung von Sponsoren und Zuschüssen, Spenden- und Patenschaftsgeldern, Arbeitseinsätzen von ehrenamtlichen Fachkräften und kompetenten Helferinnen und Helfern. Am Lebenshaus in Uganda stellt der Verein Gebäude für Wohnraum, Sanitäreinrichtungen, Schulungsräumen, ärztlicher Betreuung und medizinischer Versorgung, sowie Außenspielflächen bereit. Zur Nachhaltigkeit wird eine Landwirtschaftsfläche von rund 8 Hektar zur Bewirtschaftung dauerhaft ermöglicht, die Grundlage für zukünftige Eigenversorgung bieten soll. Die Leitung vor Ort übernimmt ein Fachteam der Kongregation “Daughters of Mary”. 

 

Die ugandische Regierung prüft und zertifiziert das Lebenshaus, welches als NGO (Non Governmental Organisation) mit Medical Center registriert ist. Die regelkonformen Tätigkeiten als soziale Einrichtung werden behördlich kontrolliert.


Das Lebenshaus wirkt bis in sein Umfeld hinaus, wodurch auch andere Menschen davon profitieren. Das Lebenshaus ist Kontaktstelle für Schulen und Krankenhaus und schließt bei verschiedenen Projekten wie z.B. die Trinkwasserversorgung die Mitmenschen aus der Umgebung mit ein.


Das Lebenshaus in Uganda wird fast komplett von deutscher Seite aus durch Spenden finanziert und durch Helfer gefördert. Mitten bei den Ärmsten dient es als Auffangstation für Halbwaisen und Waisen. Durch eine Kongregation im Hintergrund ist die Gefahr der Spendenveruntreuung vor Ort unterbunden. Zinserträge unserer >>Stiftung (promissio) und Miteinnahmen der >>Revival Future Homes sollen in Zukunft ein Stück weit finanzielle Unabhängigkeit für das Lebenshaus garantieren.


Die Kongregation Bannabikira Daughters of Mary stellt die Verwaltung hinter dem Lebenshaus dar und stellt dem Lebenshaus zudem kostenfrei Land und Ordensschwestern zur Verfügung. Juristisch unterliegt das Lebenshaus dem Orden.


Der German und Ugandan Board stimmen sich auf Augenhöhe über die Entwicklung ab.


Der Verein Uganda-Lebenshaus-Projekthilfe e.V. verfolgt das Ziel der Förderung des Lebenshauses in Uganda in Form von Spenden und Helfern.